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Test: Saucony Kinvara 4 – Die pure Freude am Laufen

Eigentlich hatte ich meinen Testbericht zum neuen Saucony Kinvara 4 ja gestern Abend schon in stundenlanger Kleinarbeit vorbereitet und geschrieben. Fertig zur Veröffentlichung. Und dann kam doch wieder alles anders. Bei meinen ersten zwei Tests auf dieser Seite habe ich ja relativ viel Erklärungsarbeit zu den Eigenschaften der jeweiligen Schuhe geleistet und auch die Marketingaussagen der Hersteller in Relation zum eigenen Erlebnis gestellt. Also habe ich meinen Kinvara-4-Test auf die gleiche Weise erarbeitet und muss jetzt feststellen: Ein solches Vorgehen wird diesem Schuh nicht gerecht.

Zum einen will ich bei diesen Schuh einfach viel mehr über meine persönlichen Erfahrungen sprechen, zum anderen muss ich den Kinvara 4 später einfach mit seinem Vorgänger Saucony ProGrid Kinvara 3 vergleichen. Ich denke, viele von Euch wollen einfach wissen, wo die Unterschiede zwischen den beiden Schuhen liegen. Die Kinvara-Reihe erfreut sich schließlich unter Läufern größter Beliebtheit. Also werde ich diesen Testbericht zweiteilen: Der erste Part behandelt nur den Kinvara 4. Was soll der Schuh können? Was habe ich im Selbsttest an Erfahrungen mit ihm gemacht? Im zweiten Part werde ich diese Erfahrungen in Verbindung mit meinen Erlebnissen mit dem Vorgängermodell Kinvara 3 bringen. Nun sind der einleitenden Worte auch genug gewechselt. Lasset endlich Taten sehen!

Der erste Eindruck
Das Obermaterial des Saucony Kinvara 4 ist dünn und leicht. Der sogenannte Flex Film™ mit HydraMAX™-Innenbeschichtung hat eine gänzlich eigene Haptik, die nicht vergleichbar mit anderen Laufschuhen ist. Er umschließt das sehr luftige Meshgewebe des Schuhs in großen Abständen. Diese Anordnung lässt sich schlecht in Worte fassen, schaut einfach mal auf die Bilder. Die Einsparung beim Obermaterial führt zu einem geringerenen Gewicht als es beispielsweise „normale“ Laufschuhe aufweisen. Die momentan überall verbreitete Farbvariante gelb/schwarz/silber hat absolute Signalwirkung, es soll aber noch vier weitere Designkombinationen geben. Für Herren wohlgemerkt. Damen bekommen fünf eigene Farbvarianten. Eine Herrenvariante mit blauer Hauptfarbe ist derzeit auf wenigen Seiten im Internet bereits bestellbar, die anderen drei habe ich noch nirgends sichten können. Vielleicht kommen, wie beim Kinvara 3, gar nicht alle Varianten in den deutschen Handel. Auf jeden Fall hat man hier einen Schuh, der optisch ordentlich was hermacht. Sehen und gesehen werden.

Passform
Nachdem ich beim Saucony ProGrid Kinvara 3 größentechnisch bei einer 47 (US 12,5) gelandet bin, habe ich vermutet, dass es sich bei dem hier getesteten Nachfolgemodell nicht anders verhalten wird. Nun gab es bei Runner’s Point aber keine 47. Die komplette Kette hat, so sagte zumindest der Verkäufer, keine US 12,5 bei Saucony bestellt. Da wurde mir schon ein wenig bang, denn nun stand der Kinvara 4 in 46,5 vor mir und Ihr wisst vielleicht, wie fimschig ich bin, was die richtige Größe eines Laufschuhs für mich angeht. ABER: Im Kinvara 4 habe ich in der US-Größe 12 meine obligatorische Daumenbreite Platz zwischem großem Zeh und Zehenboxkappe. Dazu lässt sich sagen, dass sich dieser Schuh nicht, obwohl oft so beworben, wie eine zweite Haut trägt. Er umschließt den Fuß gut, trägt sich sehr angenehm, das gut belüftete Gefühl des Vorgängers ist absolut vorhanden. Was ich meine ist: Der Adidas Energy Boost™ trägt sich, aufgrund seiner Innensockenkonstruktion, wirklich wie eine zweite Haut. Es gibt keinen Schuh, der dieses Tragegefühl vermittelt. Das ist aber kein Kritikpunkt, lediglich eine Anmerkung. Mir ist der Tragekomfort des Kinvara 4 sogar angenehmer am Fuß. Vielleicht will ich keine voll druchbluteten, warmen Füße beim Laufen, sondern lieber einen leichten Luftzug um die Zehen.

Kurz und gut: Passt auf, ich glaube der Kinvara 4 fällt eine halbe Nummer kleiner aus als sein Vorgänger.

Laufstil
Mit einer Sprengung (?) von gerade einmal 4 Millimetern ist der Saucony PowerGrid Kinvara 4 ein sehr dynamischer Laufschuh. Der geringe Höhenunterschied von Ferse zu Vorderfuß ist geradezu prädestiniert für das Laufen auf dem Mittelfuß und selbst ich als eigentlicher Fersenläufer komme in dem Schuh in einen Tempo- bzw. Dynamikbereich, in dem ich mit meinen Füßen deutlich weiter mittig aufkomme und einen größeren Vortrieb habe. Die aktuelle Videoaufnahme mit diesem Schuh hat mich erstaunt: Ein Einknicken der Sprunggelenke – wie ich es auf dieser Seite an anderer Stelle schonmal beschrieben habe – ist absolut nicht zu sehen und ich bin absolut neutral gelaufen.

Was wurde wie verbaut? Und für wen?
Der Schuh ist durch seine Bauart der Kategorie Minimalschuh zuzuordnen und eignet sich für neutrale Läufer und Supinierer. Es kommen keinerlei Stützfunktionen zum Einsatz, der Saucony PowerGrid Kinvara 4 ist ein Neutralschuh (?), bei dem das geringe Gewicht natürlich auch zu Lasten der Dämpfung geht. Wer einen richtig weich gedämpften Schuh laufen will, findet am Kinvara 4 keine Freude. Der Schuh läuft sich relativ straff, ein typischer Minimalschuh eben. Darauf möchte allerdings später noch einmal explizit eingehen.

Der Hersteller gibt, wie bereits einen Absatz weiter oben erwähnt, die Sprengung mit 4 Millimetern an. POWERGRID™ im Fersenbereich und eine EVA-Zwischensohle mit hohem Dämpfungskomfort seien verbaut worden. Hinzu käme eine abriebfeste Außensohle aus speziellem Karbongummi (XT-900). Und mit seinem Gewicht von nur 218 Gramm pro Schuh bei US-Größe 9 befindet sich der Kinvara 4 trotz aller genannten Features im absoluten Leichtgewichtbereich, was Laufschuhe angeht.

“Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz”
Da ist er wieder, der Preißler Adi. Auch für diesen Schuh habe ich mich direkt beim Kauf für die für mich passenden currexSole RUNPRO Einlagen in Medium entschieden, um einem leichten, senkfußbedingten Druckgefühl am Innenrist entgegenzuwirken.

Diese Einlagen haben sich für mich bewährt und so stand es für mich ausser Frage, mir ein weiteres Paar für die neuen Schuhe zu gönnen. Das Gewicht des Schuhs erhöht sich dadurch zwar um 38 Gramm pro Seite, meine Füße allerdings werden es mir wieder danken.

Der Testlauf
Um auch diesen Schuh auf Herz und Nieren prüfen, habe ich mich (wieder) für die „Heimspiel“-Trainingsrunde entschieden. 12km auf Asphalt mit kurzen und moderaten Steigungen. Dafür aber heute wieder mit fiesem Gegenwind auf der ersten Streckenhälfte. Ich habe mich bewusst für einen Tempodauerlauf entschieden, den ich heute auch extra mitgestoppt habe. Ohne Einlaufphase bin ich also direkt voll durchgestartet und war nach gut der Hälfte der Strecke positiv überrascht, dass ich das hoch angeschlagene Tempo halten konnte. Ohne auf die Uhr zu schauen kam ich mir für meine Verhältnisse sehr schnell vor. Vielleicht etwas zu schnell.

Das hat im Übrigen auch ein Hund gedacht, der sich als laufende Radarfalle auf vier Beinen bewähren wollte und mich genau an der Wendemarke meiner Runde zuerst verfolgt und dann in vollem Lauf angesprungen hat… Das ist so ungefähr das letzte, was man sich als Läufer wünscht. Ein kurzes, aber scharfes und lautes „AUS!“ kann in solchen Fällen Wunder wirken. In diesem Moment war ich sehr froh, dass ich vor einiger Zeit in der Runner’s World einen Artikel über den Umgang mit Tieren während des Laufens gelesen habe. Einen Dank an dieser Stelle für die Rettung meiner linken Wade.

Durch diesen Zwischenfall etwas ausser Tritt geraten, brauchte ich natürlich einige hundert Meter um wieder in’s Tempo zu finden, konnte dann aber problemlos weiterlaufen. Nach 12km wies die Stoppuhr eine Zeit von 44:30m aus, was einen Schnitt von 3:42m pro Kilometer bedeutet. Und das ist für mich verflixt schnell. Lag’s am Schuh oder am Tobias M. Walter Wetter – wer vermag es zu sagen? Auf jeden Fall eine tolle Zeit und ein guter Lauf.

Meine Erfahrungen
Der Grip des Schuhs ist auch auf stellenweise leicht nassem Asphalt sehr gut. Der Abdruck vom Boden ist kräftig und ich glaube, dass die aufgebrachte Energie im Abrollvorgang gut umgesetzt wird. Auf Naturboden verhält es sich stellenweise ein klein wenig anders. Auch wenn der Untergrund befestigt war, so lag doch ein dünner Sand- bzw. Erdfilm auf der Strecke. Hier habe ich ein leichtes Rutschen der Füße bemerkt. Das ist nicht weiter schlimm, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass dieser Effekt sich auf lockerem Untergrund verstärken könnte. Ich werde das gezielt weiter beobachten.

Das Gefühl am Fuß ist toll. Der Schuh trägt sich wirklich leicht und luftig. Und damit meine ich nicht, dass er wackelt oder schlabbert. Die Füße werden durch den Flex Film™ gut belüftet und ich empfand das Tragegefühl als sehr angenehm.

Trotz meiner bereits eingewöhnten Muskeln hatte ich im ersten Streckendrittel noch mit merkwürdigen Zipperlein am rechten Knie zu kämpfen, die sich nach gut 15 Minuten des Laufens allerdings in Luft aufgelöst haben. Ansonsten habe ich keinerlei Anzeichen dafür bemerkt, dass der Schuh für mich nicht richtig sein könnte. Das hatte ich nach meinen Erfahrungen mit dem Kinvara 3 allerdings auch nicht befürchtet.

Fazit
Der Ersteindruck ist (mal wieder!) prima. Der Saucony PowerGrid Kinvara 4 ist ein schneller und leichter Laufschuh, geeignet vor allem für Läufer, die gerne mal richtig Tempo machen. Der Schuh fühlt sich im Lauf sehr dynamisch an und animiert mich geradezu, an meine Grenzen zu gehen.

Vergleiche
PowerGrid statt ProGrid und: Die Verbesserungen stecken im Detail
Die vom Kinvara 3 und seinen Vorgängern bekannte PROGRID™-Dämpfung wurde durch die, von anderen Saucony-Modellen ebenfalls bereits bekannte, POWERGRID™-Dämpfung ersetzt. Diese soll die Kraftübertragung von der Ferse zum Vorderfuß im Abrollvorgang deutlich verbessern. Zudem soll sich der Schuh durch das neue Dämpfungsmodell nicht mehr ganz so hart laufen wie der Vorgänger, eine bessere Dämpfungseigenschaft des verwendeten Powerfoam-Materials ist dafür verantwortlich.
Das Obermaterial bleibt gleich: Ein flexibles, nahtloses Flex Film™ Obermaterial mit HydraMAX™-Innenbeschichtung kommt zum Einsatz. Hier besteht absolut kein Unterschied zum Kinvara 3. Die, ohnehin schon recht abriebfeste, Sohle des Vorgängermodells aus XT-900 Karbongummi wurde ebenfalls übernommen, so dass ich – entgegen anderslautender Behauptungen in den Weiten des Netzes – nicht glaube, die Sohle des Kinvara 4 wäre haltbarer als die des Kinvara 3. Die schwarz eingefärbten Karbonelemente sitzen sogar an exakt den selben Stellen wie beim Vorgänger. Ein möglicher Unterschied würde sich also ohnehin erst in einigen 100 Kilometern klären. Die wollen aber erstmal gelaufen werden.

Aus meinen eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass der Kinvara 4 wirklich einen Tick weicher ist als der Kinvara 3. Noch immer straff und direkt, aber eben eine entscheidende Kleinigkeit komfortabler. Und dieser Unterschied könnte sich auf längere Distanzen deutlich bemerkbar machen und ein großer Vorteil sein.

Ein paar persönliche Gedanken
Für mich bleibt nämlich eine Frage offen: Lässt sich mit dem Saucony PowerGrid Kinvara 4 (bei ausreichendem Training) auch die Marathondistanz angehen? Meine aktuellen Erfahrungen mit dem Kinvara 3 in Betracht ziehend, würde ich es mich nicht trauen. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass meine Muskulatur im Laufe der 42,195 Kilometer nicht irgendwann dicht machen wird. Aber vielleicht ist das nur eine Sache des reinen Trainingsstandes. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich den Saucony ProGrid Kinvara 3 ja bewusst als Wettkampfschuh für den Halbmarathon gekauft. Für den Kinvara 4 gilt damit natürlich das selbe: Ich wollte einen schnellen Schuh, der absolut Wettkampftauglich ist. Und wie schön wäre es, das Laufgefühl der Kinvaras auch auf der Marathondistanz genießen zu können? Wahrscheinlich ist das wirklich nur eine Sache von Training. Im Oktober steigt die 13. Ausgabe des Köln Marathon, mit dem ich seit 2009 noch eine Rechnung offen habe. Sollte beim „Heimspiel“ alles zumindest einigermaßen im Plan laufen, will ich fünf Monate später dort an den Start gehen. Diesmal mit entsprechendem Trainingsplan und einfach besser vorbereitet als beim ersten Versuch. Und ich hoffe, Kinvara 3 und vor allem der Kinvara 4 werden mich auf diesem Weg begleiten. Und dann werden wir sehen, wie es um den Komfort und die verbesserte Dämpfung des Letztgenannten bestellt ist.

Kategorie: Minimalschuhe – Was ist zu beachten?
Ich habe es in meinem Test zum Saucony ProGrid Kinvara 3 schon angesprochen und es trifft auch auf den Kinvara 4 zu: Er ist und bleibt ein Minimalschuh, deutlich weniger gedämpft als ein „normaler“ Trainingsschuh. Der Läufer muss seine Laufmuskulatur mit diesem Schuh eingewöhnen. Er ist relativ hart, sehr direkt und eignet sich nicht für schwere Läufer. Auch wenn die neue POWERGRID™-Dämpfung in der Ferse ein hartes Aufkommen über selbige besser abfangen soll als die Vorgänger-Kinvaras, sollte sich die Hauptarbeit auf dem Mittelfuß abspielen. Die 4-Millimeter-Sprengung begünstigt ein solches Laufen ungemein. Wer seine Muskulatur schlußendlich an diese Art Schuh gewöhnt hat, wird viel Freude beim Laufen haben. Besonders im Hinblick auf die zukünftig erhöhte Leistungsfähigkeit. Bei jedem Schritt wird die Wadenmuskulatur mehr beansprucht als gewohnt, der flache Sohlenaufbau schafft neue Anreize für den Bewegungsapparat. Das Training wird abwechslungsreicher und effektiver. Auch wenn der Saucony PowerGrid Kinvara 4 – wie der Name schon sagt – durch die Verwendung des POWERGRID™-Systems eine bessere Dämpfung aufweist als sein Vorgängermodell. Das PowerFoam-Material verbindet die Laufeigenschaften der alten Kinvara-Generationen mit dem guten Dämpfungskomfort normaler Trainingsschuhe, läuft sich aber trotzdem straff.

Ich habe den Vorgänger Saucony ProGrid Kinvara 3 jetzt rund zwei Wochen und bin in dieser Zeit gute 100 Kilometer damit gelaufen. Entgegen jeglicher Ratschläge des Verkäufers oder des Internets und meinen eigenen Vorstellungen, die eine langsame Umstellung von weich gedämpften Trainingsschuhen auf einen solchen Minimalschuh vorgeschlagen haben. Ich finde das Laufgefühl in diesen Schuhen einfach toll und merke, dass ich mit meinem Training gut vorankomme. Zwischenzeitlich bin ich sogar in meinen Nike Free ohne Dämpfung und Sprengung gelaufen, die ich eigentlich als Freizeitschuhe trage. Eine Umstellung auf schwerere Schuhe mit mehr Dämpfung ist für mich momentan absolut nicht denkbar. Das Laufen im Kinvara 3 ist pure Freude. Und genau diese Erwartung hatte ich ja auch an den Kinvara 4.

Saucony PowerGrid Kinvara 4
Von der Evolution der (eigenen) Leichtigkeit.
Wertung: ★★★★★

Meine Motivation für das Laufen ansich kehrte bereits mit dem Kinvara 3 zurück. Dessen Nachfolger Saucony PowerGrid Kinvara 4, den ich bereits sehnlichst erwartet hatte, begeistert mich wieder mit seiner niedrigen Sprengung und dem geringen Gewicht. Zudem fühlt sich der Kinvara 4 noch einen Tick komfortabler als sein Vorgänger an, was ihn derzeit zu meiner absolut ersten Wahl macht.

20 Kommentare

  1. Hallo
    Wenn ich vum Asics GT 2000 auf den Kinvara 4 umsteigen möchte, habe ich dann größere Probleme zu befürchten?

    MfG H.Marten

    • Hallo Herr Marten,

      ich habe mit Asics-Schuhen im leider kaum Erfahrung und kann daher kein persönliches Erlebnis in dieser Frage zu Rate ziehen. Basierend auf meiner allgemeinen Lauf- und Schuherfahrung kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass es zu größeren Problemen als einem tüchtigen Muskelkater kommen wird, sofern Sie ein relativ neutraler Läufertyp sind und keine Stutzfunktionen benötigen.

      Ich würde Ihnen vorschlagen, den Schuh im Fachhandel bei einem Händler zu erwerben, der Ihnen ein Rückgaberecht gewährt, wenn Sie mit dem Modell nicht zurechtkommen. So können Sie am eigenen Leib erfahren, wie groß der Unterschied zu Ihren vorherigen Schuhen ist. Wenn Sie bisher in gut gedämpften Laufschuhen unterwegs waren, werden Sie allerdings bei und nach den ersten Läufen Ihre Muskulatur sehr deutlich spüren.

      Mit freundlichen Grüßen
      Tobias M. Walter

  2. Hallo,
    können sie diese Schuhe auch für Freizeitläufer empfehlen?
    Ich möchte meinen Laufstil wegen Knieproblemen ändern. Zur Zeit laufe ich noch sehr über die Ferse und mit diesem Schuh könnte ich mir vorstellen auch weiter vorne zu laufen.
    Ich laufe allerdings noch nicht so lange und so flott (10km in 55min).
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Alexander Koch

    • Hallo zurück!

      Wenn Sie Ihren Laufstil ändern wollen, ist der Kinvara natürlich durch seine Bauart ein geeigneter Schuh. Allerdings sollten Sie sich darauf einrichten, es vorerst langsam angehen zu lassen und zweimal wöchentlich gezielt mit dem Schuh die Umstellung zu trainieren. Dabei würde ich dann das Lauf ABC befolgen. Ich sehe keinen Grund, warum man den Schuh nicht auch als Neueinsteiger bzw. Freizeitsportler laufen sollte, wenn man sich beim Training vernünftig verhält und auf den eigenen Körper hört. Wie ich im Test schon beschrieben habe, werden Muskulatur und Sehnen anders beansprucht. Aber das ist ja kein Hindernis, sondern eigentlich zweck der Übung. =)

      MfG

  3. Hallo Herr Walter,

    beim Kinvara 4 habe ich große Probleme, den Fuß vom Boden hoch zu bekommen. In dem von Ihnen angesprochenen Lauf-ABC wäre das die Übung des Anfersens. Der Schuh verlagt für diesen unheimlich wichtigen Punkt, an dem der Fuß sich vom Boden löst, um nach oben zu schnellen, wahnsinnig Kraft aus den Waden heraus. Der Schuh leistet hier in diesem Moment absolut keine Unterstützung, schiebt alles auf die Waden.

    Wie sind hier Ihre Eindrücke? Können Sie meine „Wahrnehmung“ bestätigen? Vielleicht ist Schuh völlig ungeeignet, wenn ich Wert auf diesen Moment lege!?

    Vielen lieben Dank,

    • Hallo Sascha!

      Der Kinvara 4 beansprucht durch seinen Aufbau die Laufmuskulatur deutlich stärker als ein vollgedämpfter Schuh. Insofern halte ich Deine/Ihre Wahrnehmung für durchaus zutreffend, insbesondere wenn Du/Sie bisher noch nicht in Minimalschuhen bzw. Lightweighttrainern gelaufen sind. Der Vorteil ist hier natürlich, dass nach ausreichendem Training die Laufmuskulatur deutlich stärker und leistungsfähiger ist.

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es ein bißchen braucht, bis der Körper sich umgestellt hat. Da ich den Adidas Energy Boost auch gelaufen bin, kann ich sagen, dass im Kinvara 4 deutlich mehr eigene Kraft und Energie nötig ist, um vergleichbare Zeiten zu erzielen. Hat man allerdings dann den passenden Trainingsstand, ist das kein Problem mehr.

      Insbesondere wenn die Muskulatur schon müde oder „dicht“ ist, merke ich im Kinvara, dass es mir schwerer fällt, den Fuß vom Boden zu bekommen.

      MfG

  4. Hallo Tobias, erst nach dem Kauf des Kinvara 4 surfte ich im WEB um mehr über ihn zu erfahren. Deine Erfahrung mit dem Saucony kann ich (68) zurzeit bestätigen. Mein erster Testlauf mit dem Kinvara 4 macht mich froh und ich freue mich schon auf den nächsten Lauf mit ihm (ich laufe natürlich nie einen Schuh dauerhaft, sondern immer abwechselnd mit anderen, um Sehnen und Muskulatur ausgleichend zu beanspruchen).

    Den Link auf Deinen ausführlichen Bericht setzte ich in meine Seite http://www.nostsignale.com/laufschuh.htm
    (darin bis zum Datum 1. Juli 2013 nach unten scrollen)
    Viel Spaß beim Laufen weiterhin,
    Norbert

  5. Hallo, danke für den ausführlichen Test des Kinvara 4, den Kinvara 2 und 3 habe und trage ich noch mit Begeisterung, mittlerweile habe ich mir auch den Saucony Virrata angeschafft, derzeit mein Lieblingsschuh.

    Mit dem Kinvara bin ich schon Marathon gelaufen – ohne Probleme, allerdings habe ich mir lange Zeit gelassen, meine Füße und Muskulatur daran zu gewöhnen.

    Nun kaufe ich den Kinvara 4 – und ich bin sicher, ich werde zufrieden sein, MEIN SCHUH – nicht zuletzt wegen der hilfreichen Beschreibung hier.

    Danke !

    • Ich bin jetzt immerhin zwei Halbmarathone mit dem Schuh gelaufen und kann die Zufriedenheit nur bestätigen. Gut, beim Ersten war ich nicht fit, das hat weniger Spaß gemacht. Aber der Zweite letzte Woche Freitag hat sich toll angefühlt. Ich bin sehr froh, nach langer Suche beim Kinvara gelandet zu sein. MfG

  6. Moin Tobias, schöner Artikel!
    Ich kann da gar nicht viel mehr zu sagen, als STIMMT – stimmt alles.
    Bin auch einfach nur begeistert von den Kinvaras. Letztes Jahr in Schweden in ich angefixed worden bei vielen langen und schnellen Läufen (Impact pur). Seit dem hab ich noch drei weitere Paare, auch die 3er. Auf die 4er warte ich gespannt. Grad bestellt.
    Ich bin auch fest der Überzeugung, dass sich damit mein Laufstil positiv verändert hat.
    Bin neulich mal wieder den Fast Switch gelaufen, das ging gar nicht.

    Und übrigens, keine Angst vorm Marathon, dafür sind die Teile bestens geeignet. Konnte dieses Jahr schon zwei mal Sub3 damit laufen. 🙂

    Gruß und fleißiges Laufen
    Svensson

    • Hallo Sven!

      Danke für Deine Bestätigung. Ich bin momentan leider aus gesundheitlichen Gründen außer Gefecht gesetzt, so dass das Vorhaben Marathon vermutlich erst im nächsten Jahr wieder angegangen werden kann. Ist aber vielleicht nicht das Schlechteste. Zum einen habe ich dann sicherlich eine ganze Palette Kinvaras zu Hause, zum anderen bereite ich mich dann mal richtig anständig vor.

      MfG

  7. Hi Tobias,
    Dein Bericht war für mich der ausschlaggebende Punkt den Kinvara 4 zu kaufen.
    Ich hatte vorher verschiedene Laufschuhe,aber irgendwie bin ich nie ganz „rund“ gelaufen.
    Gestern habe ich den ersten Lauf mit den neuen 4ern gemacht und was soll ich sagen…überwältigend.
    Wollte nur locker 5 km laufen um mich an den Schuh zu gewöhnen,aber am Ende warens dann doch 10+.
    Laufe das erste mal seit langem völlig beschwerdefrei,
    DANKE also für Deinen Bericht

    mfg

  8. Hallo Tobias,
    ich liebe den Kinvara 3 ebenso wie du. Bin damit auch ohne jedes Problem dieses Jahr in Biel die 100Km gelaufen, da sollte ein Marathon doch kein Problem sein…
    Gruß
    Dirk

  9. Hi!

    Kann mich Deinem Testurteil nur anschließen, Top-Schuh. Genau wie Du werde ich in zwei Wochen auch den Köln-Marathon laufen, und zwar auch im Kinvara. Habe ich zwar noch nie gemacht, bin aber zuversichtlich. Habe in der Vorbereitung schon zwei lange Grundlagenausdauer-Einheiten mit dem Kinvara super bewältigt.

    Grüße und viel Erfolg am 13.10.
    David

  10. Sehr guter Bericht !

    Laufe mit dem Kinvara 4 nun auch schon eine Weile und kann mich deinen Aussagen voll und ganz anschließen.
    Ich persönlich laufe mit solchen Schuhen auch den Marathon (bislang Asics SP4, der meiner Meinung nach noch etwas knackiger und für Distanzen bis hin zum Halbmarathon besser geeignet ist) und habe daher nun vor für längere Distanzen komplett auf den Kinvara 4 umzusteigen.

    Weiter so mit den Test … KLASSE !!!

  11. Ich kann alles Lob voll unterstreichen. Auch ich laufe- drei bis vier Mal in der Woche etwa 30 Minuten – sehr gerne mit dem Saucony Kinvara 4.
    Entsetzt bin ich aber darüber, dass nach nur 5 Monaten das oberste Material oberhalb des kleinen Zehes an zwei Stellen reinreißt. Erst dachte ich, ich wäre irgendwo drangekommen (wo und wie hätte allerdings sehr speziell sein müssen und dann auch noch auf beiden Seiten). Bis an der Bushaltestelle neben mir eine junge Frau mit eben diesen Schuhen stand und – genau dieselben Risse an beiden Schuhen.
    Hat Jemand die gleichen Erfahrungen? Ich werde den Schuh morgen reklamieren. Ein knappes halbes Jahr Haltbarkeit finde ich in nicht Ordnung.

  12. Hallo, sehr schöner Testbericht! Kannst du mir sagen, ob der Schuh lange durchhält. Habe bei ein paar Kundenrezensionen gelesen, dass er sich schnell abnutzen würde. Wie ist deine Erfahrung in dieser Hinsicht mit dem Kinvara? Danke!!
    VG

    • Ich laufe eine ganze Reihe von Kinvaras, einige haben schon weit über 1000 Kilometer runter. Das Obermaterial im Bereicht der kleinen Zehen ist zwar bei einingen nicht mehr in Ordnung, aber ansonsten sind alle Schuhe immer noch gut zu laufen.

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