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Das Projekt „Heimspiel“ – Wähle Deine Waffen

Nach dem Fiasko rund um meinen neuen Wettkampfschuh (siehe hier), steht für mich zumindest fest, dass ich meine Sportschuhe weiterhin im Einzelhandel kaufen werde. Die Anschaffung des Boston 3 ist für mich nicht ad acta gelegt, ich muss nur die Zeit aufbringen, in die nächste Runners Point Filiale zu fahren. Ich will den Schuh in diesem Jahr auf jeden Fall in den Wettkämpfen laufen.

In Fachkreisen wird empfohlen, zumindest zwei verschiedene Modelle an Laufschuhen für das regelmässige Training zu besitzen. Damit sich die Füße und der damit zusammenhängeden Bewegungsapparat nicht nur an einen Schuh gewöhnt, sondern durch die Abwechslung flexibel bleibt. Ich halte davon nichts. Mir reicht ein Modell, das dafür aber richtig ausgewählt sein muss. Seit ich richtig und regelmässig mit dem Laufen angefangen habe, ist deshalb der Adidas Supernova Glide meine Wahl. Dieses Modell ist der einzige Laufschuh, den ich kenne, der einen dreidimensionalen Sohlenteil im Fersenbereich hat. Will heißen: Der Fersenbereich ist vom Rest der Sohle abgekoppelt und auch wenn der Fuß nicht in Neutralstellung auf dem Boden aufkommt, wird er begradigt und optimal gedämpft.

Bevor ich auf den Supernova Glide umgestiegen bin, habe ich auch andere Schuhmodelle gelaufen. Und hatte immer Probleme mit den Knien, der Hüfte oder den Sehnen im Fersenbereich. Nun wusste ich aus meinem Schuhschrank, dass beim normalen Gehen meine Schuhe am äußeren Fersenbereich schneller abnutzen als am Rest der Sohle. Was für eine Supination spricht. Als ich mich entschied, das Laufen ernster zu nehmen, habe ich dann natürlich einen Test auf dem Laufband gemacht. Mit interessantem Ergebnis. Solang mein Fuß in der Luft ist, sieht man tatsächlich eine leichte Supination. Kommt er auf dem Boden auf, befindet er sich in Normalstellung. Aufgrund dieser Erkenntnis wurde mir damals der oben angesprochene Supernova Glide empfohlen und ich habe den Kauf nicht bereut. Da ich nun einen Schuh hatte, der meinen körperlichen Anforderungen entsprach und sorgsam ausgewählt war, konnte ich auch das erste Mal beschwerdefrei laufen. Damals habe ich gesagt: „Wie auf Wolken!“.

Im letzten Jahr habe ich beim Laufschuhkauf neue Wege beschreiten wollen und mich für einen Asics Nimbus 13 entschieden. Beim Probetragen kam er mir angenehm weich gedämpft vor und war zudem richtig teuer. Um es kurz zu machen: Nach dem ersten Lauf über rund 15km habe ich den Schuh zurückgegeben (die vierwöchige Zufriedenheitsgarantie von Runner’s Point ist eine tolle Erfindung!) und gegen den Adidas Supernova Glide 4 getauscht. Angeblich sind die Glides für ruhigere Lauftempi eher geeignet – trotzdem bin ich eine 1:28:04 im Halbmarathon damit gelaufen. Soviel dazu…

Beim Neukauf Anfang diesen Jahres war also klar, dass ich keine Experimente wagen werde und habe mich entsprechend für das neue Modell dieser Reihe entschieden. Das so aussieht:

Adidas Supernova Glide 5

So weit, so gut. Da ich in diesem Jahr – wie ich hier bereits beschrieben habe – ambitionierte Ziele habe, war aber klar, dass ich noch einen leichten Wettkampfschuh brauchen werde. Den Boston 3. Der ist nämlich, quasi, die Wettkampfvariante meines üblichen Trainingsschuhs. Und so habe ich keine Angst, dass es wieder irgendwo zieht oder zwickt. Jetzt muss ich ihn nur noch kaufen. Und laufen.

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