Permalink

46

Test: Adidas Energy Boost™ – Eine (R)Evolution im Laufschuhbereich?

Update vom 9.4.2013: Der finale Testlauf und die Wertung wurden hinzugefügt.

Eins vorweg: Den folgenden Text und Test einzuleiten ohne dabei wie der Pressesprecher von Adidas zu klingen wird unglaublich schwer. Um zu verstehen, warum es sich beim Adidas Energy Boost™ um eine entscheidende Innovation im Laufschuhbereich handeln könnte, ist es meines Erachtens nach unabdingbar zu wissen, was dieses neue Schuhkonzept ausmacht. Ich werde aber versuchen, diese Beschreibung möglichst klar und frei von Marketingversatzstücken zu halten.

Der Hersteller selber bewirbt seinen neuen Schuh schlicht mit dem markanten Satz „Die Running-Revolution ist da“. Darf man der renommierten Runner’s World glauben, liegt die gebotene Leistung des Adidas Energy Boost™ vor allen anderen Schuhen, die das Magazin getestet hat. Und das sind immerhin rund 800. Das will der Walter wissen: Hält diese eierlegende Wollmichsau unter den Laufschuhen wenigstens annähernd, was sie verspricht?

Der erste Eindruck
Was sofort ins Auge fällt, ist die völlig andere Optik und Haptik im Vergleich zu einem Standardschuh. Der Energy Boost™ wirkt im Vorderfußbereich deutlich flacher als andere Schuhe und unterscheidet sich vor allem durch die verwendeten Materialien von seinen Mesh-Mitbewerbern. Die Sohle wirkt wie zusammengepresstes Styropor, ist aber sehr weich und lässt sich problemlos mit den Fingern zusammendrücken, um umgehend von selbst wieder in ihre Ausgangsform zurück zu finden. Das aufgeklebte Profil ist sehr flach. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Schuh bei Regen uneingeschränkt empfehlenswert ist. Hinzu kommt, dass bei mir die Vermutung einer schnellen Abnutzung des Profils besteht. Es wird sich zeigen, wie lange die kaum 2mm dicke Gummischicht hält. Der Hersteller selber verspricht, dass die verwendete Gummimischung derart robust ist, dass der Verschleiß des Obermaterials und nicht die fehlende Besohlung irgendwann zum Exitus führt. Das wird sich aber (hoffentlich!) erst nach mindestens 800 gelaufenen Kilometern zeigen.

Passform
Meine normale Schuhgröße schwankt, je nach Hersteller, zwischen 44 und 45. In meinen Adidas-Laufschuhen habe ich eine 46 2/3. Diese Größe hat sich auch bei Fussballschuhen des gleichen Herstellers für mich bewährt. Der enorme Unterschied zwischen Straßen- und Sportschuh liegt in der Tatsache begründet, dass Adidas eine relativ schmale Zehenbox nutzt und ich eine gute Daumenbreite Luft haben möchte, um nicht bergab oder bei schnellen Wendungen mit den Zehen vorn im Schuh anzustoßen.

Den Energy Boost™ musste ich mir in 47 1/3 zulegen, um meine oben genannten Vorgaben zu erreichen. Die Passform erinnert an frühere Adidas-Schuhe, die durch eine noch schmalere Zehenbox als die aktuellen Modelle bekannt waren. Durch das Techfit™-Material (?) umschließt der Schuh den Fuß dennoch wie eine zweite Haut und engt ihn nicht unangenehm ein. Wichtig zu wissen ist einfach, dass es sich bei Techfit um Kompressionsbekleidung handelt. Das heißt nicht nur, dass Gelenke und Muskeln anders wahrgenommen werden, sondern führt auch zu mehr Komfort und weniger Reibung an den umschlossenen Körperpartien, da das Material nahtlos verarbeitet wird. Zudem wird der Schweiß, der ja in Strömen fliessen soll, besser nach außen transportiert. Die Füße werden im Energy Boost™ aufgrund der verbesserten Durchblutung wärmer als in einem Schuh mit herkömmlichem Mesh-Obermaterial. Was ich aus den bereits benannten Gründen allerdings nicht negativ finde. Mir ist zudem aufgefallen, dass ich das erste Mal einen Schuh habe schwitzen sehen, was ein deutlicher Beleg für das Funktionieren der ClimaCool®-Technologie ist.

Ich empfehle, den Schuh bei einem Händler vor Ort anzuprobieren und im besten Fall zumindest auf dem Laufband probe zu laufen.

Laufstil
Mit einer Sprengung (?) von 11mm ist der Adidas Energy Boost™ kein Schuh für Vorderfußläufer. Dazu kommt, dass der Vorderfußbereich wesentlich dünner besohlt ist als Mittelfuß und Ferse. Glücklicherweise habe ich von Beginn meiner Laufkarriere an einen sehr ökonomischen Laufstil, bei dem ich mit nicht durchgestreckten Knien über den Mittelfuß laufe. Und genau in diesem Bereich sollte die neue Sohle ihre Stärken schließlich ausspielen, auch wenn die Sprengung eigentlich für Fersenläufer optimal sein müsste. Allerdings mehren sich in Foren und auf einschlägigen Laufseiten im Internet die Meinungen, dass der Energy Boost™ in diesem Laufstil ab einer gewissen Distanz zu Instabilität neigt. Das kann ich mangels passender Physiognomie nicht überprüfen.

Das Versprechen einer Revolution
Adidas selbst schreibt nicht unbescheiden in seiner Pressemitteilung:

2500 spezielle Energiekapseln zusammengeschmolzen in einer Mittelsohle werden das Laufen für immer verändern. Der schwarz-gelbe Energy Boost zeigt schon durch sein Design die hohe Energierückgewinnung und die extrem weiche Dämpfung. Wenn du diesen Schuh anprobierst, weißt du, dass sich das Laufen für immer verändert hat. Der Energy Boost ist der erste Running-Schuh, der mit der revolutionären BOOST™ Technologie ausgestattet ist, und es wird nicht der letzte sein. Die Running-Revolution hat gerade erst begonnen …

Vereinfach gesagt bedeutet das: Die Energie, die ich beim Aufkommen auf den Boden investiere, bekomme ich (fast) komplett vom Schuh zurück. Daraus resultiert, dass ich bei gleichem Energieaufwand im Vergleich zu einem „normalen“ Trainingsschuh entweder die selbe Distanz schneller laufe oder in der üblichen Zeit mehr Distanz überwinden kann. Das Laufen wird, was den Energieaufwand angeht, also ökonomischer. So zumindest lautet das Werbeversprechen von Adidas. Hinzu kommt, dass der Schuh mit einem Gewicht von 285 Gramm näher am Gewicht eines Wettkampfschuhs als eines normalen Trainingsmodells liegt. In der Theorie also beste Voraussetzungen für schnelle Läufe.

„Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz“
Was Adi Preißler schon wusste, gilt natürlich auch für uns Läufer. Was hilft das tollste Marketing, wenn am Ende nichts dabei herauskommt. Ab jetzt beschäftigen wir uns also nicht mehr mit den wunderschönen Luftschlössern der Theorie, sondern bringen den Adidas Energy Boost™ auf die Strecke. Es folgen meine persönlichen Eindrücke.

Eins vorweg: „Auffallen um jeden Preis“ muss mit einem Schuh in dieser Signalfarbe immer das Motto sein. Mir gefällt die blaue Variante besser als die schwarze und rote. Wie ich im Abschnitt „Passform“ bereits beschrieben habe, umschließt der Schuh den Fuß fast wie eine zweite Haut und trägt sich durch das verwendete Material sehr angenehm. Der Sitz ist fest, gleichzeitig drückt und reibt es aber an keiner Stelle des Fußes. Der nahtlosen Techfit™-Innensockenkonstruktion sei Dank.

Der erste Testlauf
Wie könnte ich einen solchen Schuh besser auf Herz und Nieren prüfen, als mit ihm über die Trainingsrunde für das „Heimspiel“ zu laufen. Rund 12km Distanz, größtenteils Asphalt, wenig befestigter Naturboden, kurze und moderate Steigungen. Ich wollte es dann auch richtig wissen und habe ordentlich auf’s Tempo gedrückt. Bei einem Durchschnittstempo von 3:45 Minuten pro Kilometer sollte ich eigentlich absolut am Limit sein und irgendwann schlappmachen. Normalerweise bin ich nämlich zwischen 4:15m und 4:30m unterwegs, wenn ich trainiere. Und ich bin niemals in einem anderen Schuh schneller gelaufen als an diesem Tag. Trotz eines Problems, auf das ich weiter unten noch zu sprechen kommen werde. Nichtmal im Wettkampf. Als ich erstmal Gas gegeben hatte, entwickelte sich ein unglaublicher Zug nach vorn.

Auf trockenem Boden ist ein guter Grip auszumachen. Ebenso konnte ich keine Instabilität abseits der asphaltierten Strecke ausmachen. Ich wage zu behaupten, solange die Strecke nicht matschig und weich ist, ändern sich das subjektive Laufgefühl und die objektiven Eigenschaften des Schuhs im Bezug auf Dämpfung und Stabilität nicht. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass der Boost™ auf Schnee oder wirklich nassem Asphalt genug Grip bietet. Um dies abschließend klären zu können bedarf es allerdings entsprechender Bedingungen. Und vor allem auf Schnee würde ich von nun an bis zum nächsten Winter gern verzichten.

Der zweite Testlauf
Für den zweiten Testlauf habe ich die selbe Strecke, aber ein deutlich langsameres Tempo gewählt. Wobei das langsame Tempo eher relativ zu sehen ist, da ich trotz größter Bemühungen ganz entspannt zu laufen auf einen Schnitt von 4:15 Minuten – 4:30 Minuten pro Kilometer gekommen bin. Das war dann im Nachhinein betrachtet zwar mein eigentliches Trainingstempo, aber doch recht zügig für diesen Abend. Vor allem wenn ich bedenke, dass ich von einer harten Trainingswoche (körperlich) sehr müde war. Hier tut sich aber ein weiterer interessanter Punkt auf: Ich habe mich während und auch nach dem Lauf nicht erschöpft gefühlt und der subjektive Tempoeindruck war deutlich langsamer, als es die Zeit im Nachhinein belegt hat. Klar waren die Beine aus oben genannten Gründen etwas schwer, aber ich hätte gut und gerne 20 Kilometer laufen können. (Wenn die Motivation gereicht hätte…) Daraus schließe ich, dass es für einen Läufer meines Trainingsstands problemlos möglich ist mit dem Adidas Energy Boost™ schnelle Zeiten zu laufen ohne sein Limit auszureizen.

Die Boost™-Technologie – Wieviel Revolution steckt drin?
Ich empfinde die Dämpfung des Schuhs als angenehm. Zuerst hatte ich befürchtet, meine Füße würden wie im Asics Gel Nimbus versinken. Ich mag es was Dämpfung angeht einfach härter. Bei meinen gelaufenen Tempi ist der Schuh nicht zu weich, sondern federt angenehm straff. Subjektiv betrachtet glaube ich, dass der Schuh bei schnellerem Tempo etwas härter wird. Ich gebe aber ganz ehrlich zu: Ich habe mehr erwartet. Der ganze Marketinghype hat mich beinah glauben lassen, der Schuh liefe von selber. Er fühlt sich gut an, aber die angepriesene eierlegende Wollmichsau ist er meines Erachtens nach nicht. Trotz allem aber ein riesiger Schritt nach vorn im Bezug auf die Entwicklung der Laufschuh. Also eher eine Evolution im Laufschuhbereich.

Ein persönliches Problem
Etwas stutzig macht mich, dass ich bereits bei den ersten Schritten im Energy Boost Schmerzen an der linken Ferse hatte. Ich hatte zwei Tage vor meinem ersten Testlauf zum zweiten Mal in, noch nicht ausreichend eingetragenen, neuen Schuhen Fussball gespielt. Wie nach dem ersten Spielen in diesen Schuhen hatte ich leichte Reizungen an beiden Fersenaußenseiten, die sich aber in meinem normalen Trainingsschuh nicht weiter bemerkbar gemacht haben. Umso stutziger wurde ich, als ich nun sofort ein wirklich unangenehmes Gefühl an der linken Ferse verspürte. Ich bin natürlich trotzdem gelaufen, was Schmerzen angeht bin ich erstmal unempfindlich. Jetzt ziert eine drei Zentimeter lange Blutblase meine linke Ferse und ich bin mir nicht sicher, ob sie das Resultat meines Fussballschuhs und dem anschließenden Tragen des Boost™ ist oder allein durch die externe Fersenkappe des Laufschuhs verursacht wurde. Die verleiht dem Fuß zwar Stabilität, ist aber sehr hart und unflexibel und ich habe den Verdacht, dass man als (leichter) Supinierer (?) seine Fersenaußenseiten beim Aufkommen voll in diese harte Stelle drückt. Ich werde das Ausheilen der Blase abwarten und nochmal mindestens 10 Kilometer in diesem Schuh zurücklegen, um das „Mysterium“ verlässlich aufschlüsseln zu können.

Fazit
Ich will diesen Schuh laufen. Er ist leicht. Er ist verflixt schnell. Er verspricht allen Komfort, den man sich als Läufer wünschen kann. Allein mir fehlt der Glaube, dass dies der richtige schnelle Schuh für meine Füße ist. Die Geschichte mit der Fersenkappe lässt mir keine Ruhe. Jetzt heißt es, Geduld aufbringen zu können, um in einwandfreier körperlicher Verfassung zu überprüfen, ob ich mich umsonst verrückt gemacht habe oder die Fersenkappe am Ende doch zum „Casus Knackus“ wird. Bis dahin werde ich keine abschließende Wertung vergeben.

Update vom 9.4.2013
Der dritte Testlauf
Die Bedingungen für den dritten Testlauf hätten besser nicht sein können. Meinen Füßen ging es wieder gut und es hatte in der Nacht geregnet, so dass ich den Energy Boost™ auf feuchtem, wenn auch nicht klatschnassem Untergrund ausprobieren konnte. Auf den 7,5 Kilometern über ein bißchen Kopfsteinpflaster und größtenteils Asphalt habe ich kein bißchen das Gefühl gehabt, der Schuh habe aufgrund des flachen Sohlenprofils nicht genügend Griffigkeit bei Feuchtigkeit bzw. Nässe. Die Haftung war gut, der Vortrieb nicht eingeschränkt. Was mich persönlich gefreut hat, ist die Tatsache, dass meine Blutblase nicht von der externen Fersenkappe des Schuhs verursacht worden ist. Beim heutigen Testlauf gab es keinerlei Probleme, was das Druckgefühl und den Schmerz an den Fersen betrifft. So habe ich auch feststellen können, dass das Laufen im Energy Boost™ wirklich Spaß machen. Momentan bin ich wohl in einem kleinen Motivationstief. Mein Körper ist müde, der Geist tut es ihm durch anstrengende Wochen auf der Arbeit gleich. Ich raffe mich derzeit mit größtem Widerwillen zum Training auf. So also auch heute. Aber nach den ersten 10 Minuten auf der Strecke und dem tollen Gefühl an den Füßen beim Laufen hatte ich wirklich Freude und bin meinen Schnitt von 4:00m pro Kilometer ohne große Probleme gelaufen. Das war einfach ein gutes Gefühl.

Adidas Energy Boost™
Kein Selbstläufer (was für ein Wortspiel…), aber nicht weniger als eine Innovation im Laufschuhbereich.
Wertung: ★★★★★

Meine Befürchtungen den Tragekomfort betreffend haben sich – glücklicherweise – nicht bewahrheitet. Es macht mir großen Spaß mit diesem Schuh zu laufen und ich halte ihn für den besten Laufschuh, den ich bisher hatte. Wie man aus meinem Erfahrungsbericht entnehmen kann, gibt es ein paar Eigenheiten, insbesondere die Passform betreffend, die man beim Kauf unbedingt beachten sollte. Wer dann mit diesem Schuh zurecht kommt, hat den vielleicht besten Laufschuh der letzten Jahre an seinen Füßen. Und eine Menge Spaß auf der Laufstrecke.

Update vom 2.5.2013, aus aktuellem Anlass: Ich bin weder von Adidas bezahlt worden, noch bekomme ich in irgendeiner Weise von irgendeinem Hersteller oder Händler Zuwendungen, die meine hier verarbeiteten Erlebnisse „beeinflusst“ haben könnten. Nichtmal irgendein Google-Zeug ist installiert, ich verdiene weder an meinem Blog noch an solchen Tests auch nur einen einzigen Cent. Die Schuhe, die ich teste, habe ich von meinem eigenen Geld gekauft, für das ich acht Stunden am Tag arbeiten gehe. Und wenn ich dann über ein paar Schuhe euphorisch schreibe oder auch eine Werbung für was-weiß-ich-was mache, dann tue ich das, weil ICH es will und weil ICH PERSÖNLICH das verantworten kann. Und in diesem Zusammenhang stelle ich klar: Ich bin mittlerweile durchaus in der Lage eine 3:45 über 10km oder mehr zu laufen. Ich muss dann aber richtig in den sauren Bereich und nachher bin ich entsprechend platt. Dieser Leistungsfähigkeit war ich mir vor dem Testlauf dieses Schuhs nicht bewusst, ich besitze keine Pulsuhr zur regelmäßigen Trainings(stand)kontrolle und bin seit fast einem Jahr keinen Wettkampf gelaufen. Um einen Schuh wie den Energy Boost™ oder andere Wettkampfschuhe zu testen, halte ich es aber für angemessen, soweit an und auch über die eigentliche Leistungsgrenze hinaus zu gehen, wie es eben möglich ist. Und solche Erfahrungen schildere ich hier. Ob das jetzt legit seemed oder nicht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Ihr könnt aber dabei bedenken, dass ich einen deutlich besseren Leistungsstand als letztes Jahr um diese Zeit habe und auch – wie es auf anderen Seiten (leider) gang und gäbe ist – einfach inhaltsleere Seiten erstellen und per entsprechenden SEO-Kenntnissen bei Google ganz vorne ranken lassen könnte. Und dabei dann noch schön pro Klick abkassiere. Und jetzt mal ehrlich: sieht ein solcher Test so aus, als würde ich das tun? Diskutiert doch einfach (Eure Erfahrungen) im Kommentarbereich mit mir. Ich bin der Letzte, mit dem man nicht vernünftig reden kann…

46 Kommentare

  1. Meine Motivationskurve ist mit den Schuhen auch nach oben und meine Zeiten nach unten gegangen. Da lacht das Läuferherz :-)

  2. Danke für den ausführlichen Bericht. Habe mir heute einen Adidas Energy Boost gekauft und werde ihn morgen laufen. Ich bin gespannt. Hatte mit meinem Asics DS Trainer einige Probleme mit meinem Knie bekommen. Erhoffe mir, dass der neue Schuh „kniefreundlicher“ ist (gemäss Fachverkäufer ist er das…aber ja, die können noch viel sage). Dein Bericht gibt aber zusätzliche Hoffnung, dass der Schuh eine richtige Wahl war.

    Cheers
    Marcel

  3. Ich kann Dir nur beipflichten.
    Ich laufe für den Spass und gegen die Kilos durch Nichtrauchen. Laufe keine Wettkämpfe und sehe eiegntlich nie auf die Stopp-Uhr.
    Ich habe viele Schuhe ausprobiert, alle waren mehr oder weniger für mich gut – aber die Boost dind echt Klasse. Ich merke aber, das ich durch die Boost einen besseren „Vortrieb“ beim laufen habe.
    Ich laufe ungewollt etwas schneller. Okay, damit kann ich aber auch leben 😉
    Greez
    Schagg

  4. Hallo ich wollt ma Fragen wie das mit dem Schuh für große/schwere Läufer ist? Ist der Schuh auch für breite Füße geeignet? Und da du ja nicht bezahlt wirst bist woll neutraler als ein Verkäufer.
    Ps nen guter Bericht ich werd mein Tempo auch mal messen

    • Ich kann für breite Füße keine Empfehlung aussprechen. Die Zehenbox des Schuhs ist noch schmaler als ohnehin von Adidas bekannt und selbst ich, der ich jahrelang in Adidas gelaufen bin, merke den Unterschied. Und meinen Fuß würde ich als relativ normal geformt ansehen. Allerdings geht auch in diesem Fall nichts über ein eigenes Ausprobieren. Entweder auf dem Laufband im Laden oder über den Kauf bei einen bestimmten Händler mit Zufriedenheitsgarantie… Stichwort: Runner’s Point. Ich denke, dass die Dämpfungseigenschaften des Schuhs sich auch für schwerere Läufer eignen, kann aber bei 70 Kilo auf 1,82 Meter Körpergröße nichts verlässliches dazu sagen.

  5. Hallo ich bin seit 30Jahren Läufer und kann mich den positiven Äußerungen nur anschliessen!!!
    Läufer sollten eigentlich immer den Schuh beim Händler erst mal auf Größe und Passform testen,( ps. Fußballspielen und intensives Lauftraining passt nicht so gut zusammen)
    ich habe einen schmalen Adidasfuß und der Schuh passt mir wie ein Cep- Socken.
    Laufe den Schuh jetzt schon 4 Mon.überwiegent auf Straße und festen Boden, da hat er wohl sein bestes Einsatzgebiet.
    Habe alle langen Läufe und den Hamburg Marathon mit dem Schuh gemacht,mir hat das erste Mal danach kein Gelenk und Muskel weh getan…und nach ca.500km sieht der Schuh wie neu aus,hat keine Knicke oder Belastungsspuren an der Zwischensohle,kein Abrieb auf Lauffläche!
    Für Bahnläufe und weische Waldböden ist der Schuh nicht gemacht worden.
    Auch bin nicht von adidas gekauft worden nur ein Fan davon und das Preisleistungsverhältnis passt wie der Schuh.

  6. top marketing, wenig leistung!

    ich wundere mich wirklich sehr über die erfahrung, die du mit diesem schuh gemacht hast. ich wollte nach fünf km den schuh ausziehen und in meinen alten nimbus steigen. Nach zehn läufen steht für mich fest: der boost wird für ambitionierte läufer keine alternative zu den laufklassikern werden.
    er besteht von der ferse bis zum vorderfuß aus dem selben matrial.adidas geht also davon aus, das der fuß keine unterschiedlichen ansprüche hat. für mich ein schlechter kompromiss!

    • Ok nach dem Marketing dache ich auch erst oha der Schuh läuft von selbst….
      aber allein von der Haltbarkeit hat er jetzt nach 4 Mon.mit ca. 500km schon die Vorankündigungen eingehalten!und die Eigenschaft bei ruhigen Erholungsläufen weich zu sein und bei Tempo fester zu werden guten Abdruck zuhaben bringen nicht viele Schuhe mit sich oder?Ich denke gerade ambitionierte Läufer ich sauberen Laufstil haben bringt der Schuh mehr wie ein Anfänger oder Läufer mit über 80kg der in den Schuh rein fällt?!
      Die Menschen und gerade Läufer sind unterschiedlich das ist auch gut so und jeder muß sehen wie er am besten und schnellsten ins Ziel kommt….

    • Hallo Lukas!

      Der Adistar Boost ist die gestützte Variante des Schuhs für Überpronierer und der Adizero Adios scheint eine leichtere und puristischere Wettkampfvariante zu sein. Diese Angaben habe ich mir aus dem normalen Produktportfolio der Adistar und Adizero Produktreihen zusammengereimt, sie sollten aber stimmen.

      MfG

      • Hallo Boost Freunde ja genau richtig geantwortet,der Adios ist wie sein Vorgänger ein schneller Wettkampfschuh…mit Boostsohle…soll laut Fachhändler im Juli in den Handel kommen…da bin ich ich gespannt…!
        Noch was man sollte den Boost im Anfang nicht zu oft anziehen ..wie z. B. bei Nike Free,
        wegen eingewöhnungs Zeit sonst Muskelkater.

  7. Hallo! Ich habe mir den Adidas Energy Boost vor etwa 1 Monat gekauft. Bin davor einen Asics gelaufen, mit dem ich durchschnittlich immer so um die 6min/km gebraucht hatte. Leider plagten mich beim Asics auch immer wieder Knieprobleme, worauf ich mich um einen anderen Laufschuh umsah. Muss dazu sagen, bin Laufanfänger, obwohl sportlich immer aktiv. Ich bin nun 3 mal mit meinem neuen Adidas Boost gelaufen, darunter auch einen Wettkampf. Fazit: Meine Zeit konnte ich schlagartig ohne großen Aufwand von den bisher durchschn. gelaufenen 6min/km auf 5:30min/km verbessern und meine Knieprobleme waren wie weg. Man hat wirklich das Gefühl, als hätte man einen besseren Vorwärtstrieb durch den Energy Boost. Mir fällt auch auf, dass meine Haltung automatisch viel aufrechter ist als zuvor und mein Laufstil kommt mir effizienter vor. Ich kann den neuen Energy Boost also auch nur weiterempfehlen.

  8. Finde den Boost sehr angenehm zum tragen, v.a. Die enge Zehenbox. Fühlt sich im zehenbereich wie eine Socke an, aber es gibt keinen hitzestau im Schuh. Ideal für Asphalt und flaches schnelles Terrain. Habe den schuh auch im trail-waldgelände getestet, dafür ist er nicht geeignet (und wohl auch nicht gedacht), da zu wenig Stabilität. Geht aber gut für kurz zwischendurch in grobem Gelände, solange konzentriert gelaufen wird. Grip finde ich sehr gut, auch bei Nässe, obwohl das sohlenprofil sehr flach ist. Bin bisher sehr zufrieden mit dem Schuh. Hab vor dem Kauf nichts vom ganzen werberummel mitbekommen und die Schuhe vom Händler vorgesetzt bekommen und im Vergleich mit anderen getestet. Der Boost hat mir sofort zugesagt.

  9. Hallo jetzt ist auch der Adios Boost im Handel..ist etwas härter und leichter wie der Energie Boost,also ein schneller Straßen Wettkampfschuh…hatte ihn bei 5km Trainings Tempolauf an und bin eine neue Bestzeit gelaufen.das sagt wohl alles.,..!?!also für mich der perfekte Schuh! aber es sollte am besten jeder seine eigene Erfahrung sammeln und Urleil abgeben.Den anderen Boost habe ich jetzt 6.Mon.mit ca. 800km im Einsatz und man sieht fast keine Gebrauchsspuren! viel Spaß und Erfolg..beim Testen

  10. Vielen Dank für diesen hilfreichen und motivierenden Bericht und Test, auch wenn ich gerade krank bin…es kribbelt im ganzen Körper und ich will los – wenn ich es mir leisten kann, dann mit diesen Schuh.
    Nochmal danke.

  11. Danke für den sehr guten und umfassenden Bericht.

    Ich gehe davon aus, dass der Schuh eher ein Straßenschuh ist. Du schreibst aber auch, dass Du abseits asphaltierter Strecken damit gelaufen bist. Was kann ich mir darunter vorstellen? Feld-, Wald- und Wiesenwege ggf auch Bergläufe? Wie sind Deine Erfahrungen im Offroad-Betrieb?

    • Guten Morgen!

      Abseits asphaltierter Wege bedeutet in meinem Fall auf „normalem“ Waldboden, sprich: erdiger Untergrund mit lockerer Geröll- bzw. Steinschicht. Auf solchem Untergrund fühlt es sich im Schuh manchmal so an, als würde im Auto mit durchdrehenden Reifen fahren. Der Fuß hat keinen sauberen Abdruck mehr, sondern rutscht nach hinten durch. Das liegt meines Erachtens nach in der Beschaffenheit der Sohle, die bei nassem (asphaltiertem) Untergrund zwar einen passablen Grip bietet, aber zu wenig Tiefe für natürliche Untergründe aufweist. Die normalen Adidas Supernova Glide, die ich einige Zeit gelaufen bin, kamen mit meinem heimischen Wald besser zurecht. Sollte es zum Laufen ausschließlich in’s Off-Road-Gelände gehen, würde ich ohnehin einen Schuh bevorzugen, der in Richtung Trial geht. Von wegen besserer Schutz der Zehen und mehr Stabilität des gesamten Fußes. Für die Straße allerdings ist der Boost ein echter Renner.

      MfG

      • Hallo Leute wie gesagt der Boost hat seinen besten Wirkungsgrad auf der Straße,
        egal ob es naß oder trocken ist,und keinen sichtbaren Verscheiß!
        Der Schuh hat keine Druckstellen und man hat keine Gelenkschmerzen nach 35km läufen.
        Das sind seine Stärken,auf Wald, Kies und Bergläufen sind seine Eigenschaften,
        nicht gut weil er da keine Rückfederung hat,oder die Kraft verloren geht.

  12. Ich hab ihn mir heute gekauft, nachdem ich eine Stunde mit dem Verkäufer fachgesimpelt habe und theoretische Grundlagen ausgetauscht habe. Dann der Test im Laden, 60 m harter Betonboden. Es ist unbeschreiblich. So muss man sich auf dem Mond fühlen, als würde der Schuh die Schwerkraft minimieren. Zur Zeit laufe ich in Asics Nimbus 14. Ich dachte immer guter Neutralschuh, gute Dämpfung. Ist ja auch so, nur schluckt der Schuh die ganze Energie. Der Adidas katapultiert mich nach vorn, Hammer. Leider werd ich ihn heute nicht mehr einlaufen, bin heute Früh schon 20km unterwegs gewesen. Aber morgen fange ich mit 10km an. Sicherlich werden wir schnell Freunde, damit ich mit ihm am 20.10.13 beim Magdeburg-Marathon persönliche Bestzeit laufe, bis dahin sollte ich mich an ihn gewöhnt haben. Hoffentlich überpace ich nicht. Vergiss Red Bull – Adidas Energy Boost, der verleiht Flügel!

    • Nachtrag: Musste den Schuh leider nochmal umtauschen. Er war zu klein. Im Nimbus von Asics passt 10,5, den Boost habe ich jetzt von 11 in 11,5 getauscht. Die Länge ist ok gewesen, aber die seitlichen Zehen wurden eingedrückt. Der Schuh ist sehr schmal geschnitten. Wollte ihn eigentlich erstmal nur 10km testen. Habe ihn am Sonntag zum Longjog (30km) angehabt. Am Anfang fühlte er sich etwas schwammig an, das Boost Material ist völlig anders als EVA Sohlen. Aber nach einigen Kilometern waren wir Freunde. Der Boost-Effekt ist deutlich spürbar. Du läufst leichter und schneller, so schnell, dass ich mich ständig bremsen musste. Nach 25km hatte ich das Gefühl erst 10 gelaufen zu sein. Ich wär am Liebsten gleich die ganzen 42 durchgelaufen. Ich hatte keine Schmerzen in den Gelenken, wie es eigentlich bei neuen Schuhen oft vorkommt, da sich der Körper erst anpassen muss. Das sind sehr gute Langstreckenschuhe. In engen Kurven und im Gelände reagieren sie etwas schwammig. Auf Asphalt sind sie erste Wahl.

  13. Hallo zusammen was ich immer wieder höre, Schuh zu klein,groß oder zuweit…nehmt euch beim Schuhkauf Zeit, geht auf das Laufband im Fachhandel und nicht über Internet kaufen.
    Denn die Schuhe sind wie die Reifen des Autos..ganz wichtig!Jedes Model oder Marke kann anders ausfallen.Auch wenn ein neuer Schuh noch so schön und toll ist, langsam dran gewöhnen und oft Schuhwechsel im Training.Diese Tipps sind Erfahrungswerte aus 30Jahren Laufen…und nicht böse gemeint!Viel Erfolg

  14. Super Bericht!!
    Ich werd mir den Schuh als zweitschuh zulegen, wenn mein Gehalt ankommt 😉 Was interessant wäre, ist, ob mit dem Schuh auch der Sauerstoffverbrauch und Puls sinken, man also tatsächlich Energie spart-gibts da irgendwas dazu?!
    (und super Zeiten! 😉 )
    lg

  15. habe mir den Schuh gekauft und bin von der Laufeigenschaft doch eher überrascht. War doch merklich schneller unterwegs, selbst wenn die Beine schwer waren. Als Vorfussläufer habe ich nur etwas mit der Umstellung (relativ hart im vorderen Bereich) zu kämpfen.

    Nur habe ich das gleiche Problem mit der Ferse. Linke Ferse hat nach jedem Lauf eine Blase und hat sich nach sieben Läufe (152 Km) nicht verändert. Liegt leider am Schuh, da ich sonst keinen anderen trage. Ansonsten ist er im Zehenbereich schmäler als andere Adidas Schuhe.

    Nachteil ist leider, dass der Schuh keine Reflektoren hat. Somit bleibt alles bei Dämmerung oder abends im Dunkeln.

  16. Hallo ihr Lieben. Netter Bericht. Nur bin ich alles andere als überzeugt von diesem Schuh. Ich habe mir diesen Schuh nach einer ausgiebigen Beratung und Laufanalyse für teures Geld gekauft. Ich laufe maximal 3x wöchentlich 18 Km. Nach 5 Monaten Nutzung, zeigten sich extreme Abnutzungen an der Außenseite im Hacken-Bereich. Genau da, wo der Hersteller eine geringe Abnutzung versprach. Ich hatte jedoch das Glück, die Schuhe problemlos umtauschen zu können.
    Habe mich jedoch wieder zu einem Boost Modell entschieden. Ich hoffe, der hält länger.

  17. Ich habe mir vor einer knappen Woche auch den Energy boost gekauft. Auch für mich ist die Zehenbox schmal, und ich brauchte 8,5 statt 8. Der linke Schuh ist deswegen ein bisschen wackelig (mein linker Fuß ist kleiner), aber es geht wohl noch.
    Ich bin bisher 3mal gelaufen (5, 10, 25 km). Es war wie auf Wolken und fast ermüdungsfrei, mir tat nichts speziell weh (nach dem langen Lauf schmerzten die Beine schon, aber das jedenfalls gleichmäßig).
    Ich mag normalerweise keine längeren Strecken auf Asphalt laufen, aber mit dem Energy boost war das kein großes Problem. Ich fand es sehr angenehm, dass ich meine Füße aufsetzen und bewegen konnte, wie ich wollte, der Schuh machte alles mit und hat meine Füße nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt. So war der lange Asphalt-Lauf abwechslungsreicher als in festeren Schuhen (ich bin vorher Asics Gel-Cumulus gelaufen). Für sehr unebenen Untergrund ist der Schuh meiner Einschätzung nach ungünstig, da hält das Obermaterial den Fuß nicht fest genug. Aber festgetretene Wald- und Parkwege, auch mit Wurzeln und Schlaglöchern, gehen gut. (Berge gibt´s hier nicht.)
    Ich hatte anfangs die Befürchtung, die Dämpfung wäre mir vielleicht zu weich bzw. schwammig (beim Brooks Glycerin hatte ich das Gefühl, ich laufe auf Brei), aber bisher komme ich gut damit klar.
    Am Schluss der langen Strecke habe ich noch einen Spurt gewagt. Das fühlte sich an, als hätte ich Sprungfedern unter den Füßen! Das war unglaublich, daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Ich bin gespannt auf meinen ersten Wettkampf mit den Schuhen…
    Wenn das Laufen in diesen Schuhen so leicht geht – ist das nicht insgesamt kontraproduktiv fürs Training? Zatopek hat in Armeestiefeln trainiert!

  18. Hallo,
    als der Energy Boost heraus kam habe ich mir sofort den ersten gekauft. Ja ein tolles Gefühl, leicht und schnell, nach 12 Wochen bei ca. 200 km war ein loch in der rechten Ferse des Schuhs und ich bekam die erste Blase. Reklamation und ich bekam das Geld zurück. Also gleich nochmal den jetzt überarbeiteten Schuh gekauft. Nach dem ersten Lauf waren ein Paar Flecken Dreck auf der Hellgelben Schuhoberseite. Diese Färbten so in das Material ein das die nie wieder heraus bekam. Reklamation bei Adidas brachte nichts, er sei ja Schmutzig….war die Aussage. Jetzt nach weiteren 6 Wochen Lauf bekam ich eine Blutblase, das gleiche Loch in der rechten Schuhferse wie bei der ersten Version. Ich Laufe super in dem Schuh, aber die Probleme damit ? Na mal sehen was Adidas sagt. Gruss Andreas

    • Ich glaube, dass die Probleme mit dem Fersenbereich durch ein Zusammenspiel der Fersenkonstruktion des Schuhs und dem jeweils eigenen Muster beim Auftreten verursacht werden. Ich hatte mit meinem Laufstil ja ebenfalls deutliche Probleme im Fersenbereich. Ansich gibt es ja mittlerweile genug Modelle von Adidas mit der Boost-Sohle, aber so wie ich das beobachtet habe, setzt der Hersteller mittlerweile bei allen Modellen auf die Konstruktion mit Fersenkappe, was mich bisher vom Kauf weiterer Schuhe abgehalten hat.

  19. Hallo zusammen,
    bin eben beim Googeln auf diesen Blog gestoßen, da ich nachschauen wollte,ob auch andere Probleme mit der Ferse haben. Das scheint so zu sein.

    Den Adidas Energy Boost habe ich letzte Jahr auch sofort nach der Präsentation gekauft und war begeistert vom „Nachfedereffekt“. Ich bin ein langsamer Läufer (6-er Schnitt) und war noch nie so schnell ohne Anstrengung. Die Kehrseite war: Aufgescheurte Knie-Innenseiten nach nur 5 km – schmerzende Abdrücke auf dem Fuß-Wrist, da die Zungen/Laschen sehr, sehr schmal sind und fiese Nähe haben. Außerdem hatte ich beim Abrollen ständig das Gefühl „auf der Straße zu stehen“. Irgendwie hat der Schuh vorne einen merkwürdigen „Abrolleffekt“. Beabsichtigt, wie die Dame von adidas mir im Laufshop (Aktionstag) mitteilte. Jedenfalls nix für mich. Zurückgegeben.Mizuno gekauft. Glücklich.

    Nach einigen Monaten habe ich nun gedacht: Es sollten doch noch mehr Modell herauskommen. Und schon flattert mir die Werbung für den Aktionstag ins Haus. Wollte nochmal wie auf Wolken laufen. Aber leider … Ich habe nun den adistar Boost Damen erstanden und komme soeben vom zweiten Lauf: Meine Füße schlafen ein, meine rechte Ferse schmerkt. Trotz unterschiedlicher Socken. Ich dachte erst, es länge vielleicht an einer ungünstigen Nahtkonstellation. Und: So langsam wie mit diesem Schuh, war ich noch nie. Unterdrückt die Unterstützung vielleicht den Boost-Effekt???? – Tja, was mach ich jetzt? Nochmal kann ich meinem Laufshop keine Rückgabe zumuten. Mich ärgerts sehr, da ich den vollen Preis gezahlt habe. Im Internet kosten die Schuhe mittlerweile 60 Euro weniger …

    • …und ich möchte noch anführen, dass mich das Obermaterial total nervt. Ich hatte noch nie feuchte Socken. Aber in diesem Schuh stehe ich im Wasser. Der atmet null!

      • Hallo Caro,

        die feuchten Socken kann ich nachvollziehen. Durch das Kompressionsgewebe aus dem die Inner-Sock-Konstruktion gefertigt ist, wird die Durchblutung gefördert. Gleichzeitig ist es natürlich bei weitem nicht so atmungsaktiv wie die Mesh-Konstruktionen anderer Schuhe. So ist zumindest mein Eindruck.

        Für die Boost braucht man wohl noch schmalere Füße als bei den normalen Adidas Laufschuhen. Die Fersenkappen sind extrem schmal, das bedingt möglicherweise eine unnatürliche Formung des Fußes im Schuh, der dann zu weiteren Beschwerden führt. Ich selber hatte keine Probleme mit den Nähten, die Schuhkonstruktion ansich kam mir angenehm vor. Die richtige Größe zu finden war eher das Problem.

        Du schreibst, Deine ersten Boost waren die „normalen“ Energy Boost und jetzt läufst Du mit dem Adistar-Modell. Ich kann leider nicht einschätzen, ob Du einen Normalschuh oder einen Schuh mit Stütze brauchst, gebe aber zu bedenken, dass zwei verschiedene Schuharten natürlich auch unterschiedliche Empfindungen beim Laufen hervorrufen. Die Stütze unterdrückt meines Erachtens nach den Effekt nicht, ansonsten hätten wohl in absehbarer Zeit einige Entwickler bei Adidas mehr Freizeit als ihnen lieb ist.

        Eine Rückgabe sollte eigentlich immer möglich sein. Laufschuhe sind eben nicht wie normale Straßenschuhe zu betrachten, sondern können bei falscher Wahl schlimmstenfalls zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Ich habe ja selber bereits Erfahrungen mit der Verweigerung einer Rücknahme gemacht, so dass ich mittlerweile ausnahmslos bei Runner’s Point kaufe, wenn ich neue Modelle laufen möchte. Wenn ich weiß, ein Schuh funktioniert für mich, kaufe ich online.

        Wenn Deine Erfahrungen mit den Boost bisher durchweg negativ waren und Du Dich in Mizuno wohler fühlst, lauf die Mizuno. Du sollst Spaß am Laufen haben und nicht über die Schuhe nachdenken und permanent ihren Effekt auf den Körper nachfühlen müssen.

        MfG

        • Hallo zusammen,ich lese und höre in der letzten Zeit immer wieder Schuhe passen nicht oder zu groß…mein Tipp geht in den Fachhandel lasst die Finger vom Internet bestellerei.
          Die Schuhe sind das Werkzeug des Läufers,mit der falschen Größen oder abgefahrenden Reifen,
          hätte unser Schumacher nie ein Titel gewonnen…grins!
          Das der Boost nicht für jeden geeignet ist sollte auch klar sein…denke man muß schon ein paar Jahre Lauf Erfahrung haben und versuchen sauber über den Ballen zulaufen.
          Die größte stärke ist die Haltbarkeit des Schuhes!
          Ok bei ab 25c und viel Sonne wir der Schuh echt warm, liegt aber auch an der Schwarzen Farbe..noch ein Tipp wer viel Cep Socken trägt braucht in der Regel eine halbe Nr.kleineren Schuh,weil der Fuß kleiner wird.Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

  20. Wollte eigentlich keinen Kommentar mehr abgeben, da dieser Schuh doch etwas gewähnungsbedürftig ist. Tatsache ist, dass ich am 6.4.2014 den Zürich Marathon gelaufen bin und mit 3:12h ganze 7 Minuten schneller war als meine bisherige Bestzeit. Man berücksichtige noch mein Alter von 53 Jahren. Die Zeiteinsparung kann teilweise mit dem Schuh zusammenhängen. Der Beweis hierzu ist aus meiner Sicht nicht erbringbar. Was mich überraschte, war eher die Situation, dass ich am Montag absolut kein Muskelkater hatte und wieder springen konnte. Kann auch am Training liegen. Sicher ist jedenfalls, dass der Lauf mit dem Schuh sehr angenehm war.

    Beim Schuh hatte ich bei den ersten beiden das Problem mit der Ferse (Blasen). Bei den nächsten drei hatte ich kein Fersen-Problem mehr, dafür die Druckstelle am Rist. Dies hängt jedoch mit der Anzahl Löchern für den Schnürsenkel zusammen. Fazit ist jedenfalls, dass der Schuh eine gewisse positive Wirkung auf das Laufen sowie die Zeit danach hat. Wie viel, hängt vom jeweiligen Nutzer ab und wie viel man dem Schuh in die Schuhe schieben will. Sicher ist jedenfalls, dass ohne Training der Schuh auch nichts bewirkt.

    Was mich mehr stöhrt, ist die Herstellung in China und Verkaufspreis. In der Schweiz kostet der Schuh CHF 259, was in etwa EUR 234 inkl. 19% MwSt entspricht. In Deutschland finde ich ihn zwischen EUR 120-149, was mehr als 50% Preiseinsparung ist. Achtung – MwSt-Differenz CH/DE im Preis berücksichtigt.

    Es ist eher eine Schande für Adidas, dass sie bei solchen Verkaufspreisen die Schuhe nicht in Deutschland oder der EU produzieren. Es scheint aber leider weiterhin der Fall zu sein, dass die Gewinnoptimierung wichtiger als die Nachhaltigkeit für Europa ist.

    • Hallo Harald,

      erstmal einen Glückwunsch zur tollen neuen Bestzeit. Der schweizer Preis ist meines Erachtens schlichtweg eine Unverschämtheit, auch wenn die Nettolöhne höher und die Steuern niedriger sind als hierzulande. Zumindest wurde das bei jedem beruflichen Ausflug in die Schweiz bisher so kolportiert.

      Der Ladenpreis beim Händler meines Vertrauens schwankt bei den verschiedenen Modellen zwischen 150 und 160 Euro. Auch das ist mir viel zu hoch. Mittlerweile probiere ich Modelle im Laden aus so gut es geht, um zumindest die richtige Größe und den Grundkomfort beim Tragen festzustellen. Dann kaufe ich online. In der Regel ist das über 30% günstiger. Teilweise über 50%. Erst gestern habe ich zwei paar neuer Saucony Kinvara 4 zum Preis von rund 60 Euro pro Paar gekauft. Zur Gewinnmaximierung eines Großkonzerns wie Adidas will ich mich gar nicht auslassen, da krieg‘ ich nur wieder die Wut…

      Ich würde gern nochmal einen Adidas Boost probieren, aber beim Originmalmodell ist mir einfach die Fersenkappe zu hart und die 12mm Sprengung vom Glide Boost wären für mich wie High-Heels. Ich liebäugle seit einiger Zeit mit dem Sonic Boost, der etwas weniger Dämpfung und 8mm Sprengung hat, befürchte aber, dass das Torsion System zuviel Support im Mittelfuß bietet und ich mit den Knien Probleme bekomme. Vielleicht kommt ja irgendwann nochmal ein Modell, auf dass ich mich mit mir selbst verständigen kann. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres gibt es für mich ja keinen Grund, den Kinvaras den Rücken zu kehren.

      MfG

  21. Wirklich klasse Bericht! Ich hab mir auf Grund dessen den Energy Boost (2) zugelegt und bin begeistert. Klar läuft es sich nicht von selbst, aber das habe ich auch nicht erwartet. Die Dämpfung des Boost empfinde ich als sehr angenehm. Bin davor den Nimbus 16 gelaufen und war zuletzt nicht mehr so begeistert. Das war mehr Dämpfung als alles andere. Ich hoffe der Boost kommt irgendwann als Primeknit-Version.

    Schade das der ein oder andere meint, du würdest als MarketingMaschine missbraucht. Hoffe das schreckt dich in Zukunft nicht ab deine Meinung uns so Umfangreich kundzutun.

    Gruß

  22. Pingback: Vom Barfußschuh zum Boost – Tinozi's Laufchronik

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.